Beratung

Wissenswertes

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine über 2000 Jahre alte Erfahrungsmedizin. Sie betrachtet den Menschen in seiner Ganzheit und ist nicht wie unsere westliche Medizin in einzelne Fachrichtungen unterteilt. Ihr Anliegen ist es, Krankheiten nicht nur zu heilen, sondern auch der Entstehung schwerer und chronischer Krankheiten vorzubeugen. Aus ihrer Grundlage haben sich spezielle Varianten aus anderen asiatischen Ländern weiterentwickelt, wie zum Beispiel die japanische Kampo-Medizin (jap.Pflanzenheilkunde) oder tibetische Medizin.

Zu zahlreichen Indikationen gibt es mittlerweile fundierte wissenschaftliche Studien. Auch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat eine Indikationsliste veröffentlicht. Grundsätzlich gilt: Akupunktur kann heilen, was gestört ist, sie kann aber nicht „reparieren“, was bereits zerstört ist.

So kann sie bei einer Gelenkerkrankung (Arthrose) mit Knorpelschädigungen nicht den Verlust des Knorpels rückgängig machen. Sie kann aber die damit einhergehenden Schmerzen an Bändern, Muskeln und im Bereich der Gelenkkapsel deutlich verringern. Durch eine Akupunkturbehandlung schwillt das Gewebe ab, es wird besser durchblutet, Gelenk und Muskulatur werden beweglicher und trainierbarer – der Schmerz lässt nach.

Säulen der TCM sind die Akupunktur und Moxibustion, die Pflanzenheilkunde, die Ernährungslehre, Massagetechniken sowie Entspannungsverfahren.

Die Kraft der Asiatischen Medizin

Bei der Asiatischen Medizin steht der Patient mit seinen Grundsubstanzen oder Grundenergien im Mittelpunkt. Dazu gehören Qi & Yang,  Yin & Blut und die sog. Essenz.

Solange diese Energien ausgeglichen und in Harmonie sind, gilt man in der Asiatischen Medizin als gesund. Sobald aber beispielsweise das Qi im Ungleichgewicht ist und nicht frei fließen kann, kommt es zur Entwicklung von Krankheiten und Unwohlsein. Nach diesem Verständnis können also alle Grundenergien, die aus dem Gleichgewicht geraten sind, ein spezielles Krankheitsmuster hervorrufen.
Das chinesische Schriftzeichen auf der Praxisfassade oder im Logo bedeutet Qi (Lebensenergie).

Berücksichtigt werden

  • die individuelle Krankenvorgeschichte, ggf. Vorbefunde
  • die aktuelle Lebenssituation des Patienten, die Ernährungsweise, spezielle Belastungen usw.
  • die psychosomatischen Zusammenhänge und ihr Einfluss auf die inneren Energien
  • die Funktion der Organe und ihrer Energiestörungen
  • der Energiefluss der Leitbahnen (Meridiane; darauf liegen die Akupunkturpunkte)
  • die individuellen Konstitutionstypen nach den 5 Elementen

Die fünf Säulen der TCM

Die TCM stützt sich auf fünf verschiedene Säulen, die gemeinsam ein komplexes Heilsystem ergeben.

1. Säule: Akupunktur und Moxibustion

Die Akupunktur ist eine sehr bekannte Heilmethode, bei der bestimmte Punkte des Körpers mit Hilfe von speziellen Akupunkturnadeln stimuliert werden.
Es erfordert viel Erfahrung und eine gute Ausbildung, um die Akupunktur wirkungsvoll anwenden zu können. Dabei müssen die exakten Punkte und Triggerpunkte gefunden und auch die dazugehörigen regulierenden Punkte am Körper lokalisiert werden.
Doch die Akupunktur besteht nicht nur aus dem Setzen der Nadeln. Zusätzlich ist eine adäquate Stimulation von großer Bedeutung. Durch Drehen sowie Heben und Senken der Nadeln kann die Reizstärke variiert werden. Auch das wiederholte Drehen der Nadeln während der Behandlung kann notwendig sein.
Eine Sitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten und wird 1 bis 2 Mal wöchentlich in Serien von 8-15 Behandlungen durchgeführt.
Bei einer Akupunktur-Sitzung ist es essenziell, dass eine ruhige Atmosphäre im Raum vorherrscht. Versuchen Sie sich zu entspannen und atmen Sie möglichst ruhig und tief. Lassen Sie hochkommende Gefühle und Empfindungen während der Behandlung zu und konzentrieren Sie sich auf das Gefühl im eigenen Körper.
Wenn sich Ihre Symptome verändern, Sie Verbesserungen oder Verschlechterungen feststellen, besprechen wir das in den Folgesitzungen.
Bei der Moxibustion werden die Akupunkturpunkte zusätzlich durch Wärme stimuliert. Dazu wird getrocknetes chinesisches Beifußkraut verbrannt.

2. Säule: Arzneimitteltherapie

Bei bestimmten gesundheitlichen Störungen ist der zusätzliche Einsatz von japanischer Arzneimitteltherapie (auch Kampo genannt) sinnvoll. Die Kampo-Medizin eignet sich besonders gut dazu, um einen tiefen und fortwährenden Therapieerfolg zu unterstützen.

Die Kampo-Medizin verwendet hauptsächlich Heilpflanzen, seltener auch Mineralien und tierische Bestandteile. Meist werden Teile von verschiedenen Pflanzen wie Wurzeln, Blätter, Rinde oder Blüten verarbeitet.

3. Säule: Ernährungslehre

Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle in der Asiatischen Medizin. Eine die Akupunktur begleitende Ernährungstherapie wird auf das jeweilige Krankheitsbild abgestimmt.
Eure Nahrung sei eure Medizin, und eure Medizin eure Nahrung“ – Hippokrates.

4. Säule: QiGong

QiGong heißt übersetzt in etwa „Arbeiten mit dem Qi“. Beim QiGong werden spezielle Bewegungsabläufe, Atem- und Koordinationsübungen durchgeführt, die bewirken, dass die Qi-Energie harmonisch fließt.

5. Säule: TuiNa

TuiNa ist eine sehr alte manuelle Technik, die durch Massage- und Grifftechniken Reize auslöst. Dadurch werden das Qi angeregt, die Blutzirkulation stimuliert und Energieblockaden gelöst .